Schützenkamerad Josef Kröpfl

Unser Kröpfl Josef war lange  Zeit Mannschaftsführer der II. Kleinkaliber-Pistolen Mannschaft, bis ihm bei einem tragischen Arbeitsunfall die rechte Gesichtshälfte zertrümmert wurde. Bei einem Krankenbesuch durch unsere beiden 1. und 2. Schützenmeister hat er sich für die Anteilnahme bedankt und obwohl, im Sehen deutlich behindert, sein baldiges Kommen zum Schießen angekündigt.

Und tatsächlich: Der Sepp kam und zwar mit einem Luftgewehr das mit einem lichtstarken Zielfernrohr bestückt war. Das ging - zunächst, beschwerlich zwar, aber immerhin, es ging! Leider hat das verbliebene, aber auch verletzte Auge, nicht die erhofften Fortschritte gemacht sondern das Gegenteil, was den Sepp nicht davon abhielt weiterhin am Schießbetrieb teilhaben zu wollen.

Schließlich fand er eine Lösung: Ein optischer Transmitter, der die Helligkeit der Scheibe zur Mitte hin in Töne umwandelt. Dieser erzeugt für die Quer- und Höhenabweichung unterschiedliche Töne, so dass sich auf diese Weise der Schütze dem Gehör folgend, dem Zentrum nähern kann.

Nachdem alles installiert war und alles funktionierte hat der Sepp auch gleich beim ersten Schuss einen „Zehner“ geschossen ! Er war begeistert!

Am Samstag und Sonntag den 25. und 26. Juni wurde der Josef eingeladen, zusammen mit seinem Freund und Betreuer Klaus Meier, unseren Donau-Ries GAU auf der Inklusions-Veranstaltung des Schwabentages in Augsburg zu vertreten. Ein seitendominierender Bericht in der "Augsburger Allgemeinen" belohnte den ganzen Aufwand.

Nur nicht aufgeben; es gibt immer irgendeinen Weg: Man muss ihn nur finden!